Pressemitteilung vom 21.12.2018

Kritik an neuen Planungen für Ankunftszentrum in Wittenau

Der  rot-rot-grüne Senat hat überraschend entschieden, dass die bisher im  Flughafen Tempelhof untergebrachten Geflüchteten in den kommenden Wochen  in die Sternenhäuser auf dem Gelände der früheren  Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik (KaBoN) einziehen sollen. Insgesamt will  der Senat im geplanten Ankunftszentrum bis zu 600 Geflüchtete  unterbringen - knapp 200 mehr als bislang angekündigt. Da die  Sternenhäuser damit nicht wie ursprünglich angedacht vor dem Bau einer  modularen Unterkunft leer gezogen und abgerissen, wird sich der auf den  freiwerdenden Flächen vorgesehene Wohnungsbau um voraussichtlich zwei  Jahre verzögern.
 
"Kurz vor dem Jahresende möchte es sich die Integrationssenatorin  Breitenbach offenbar noch einmal mit allen verscherzen", kommentiert der  CDU-Fraktionsvorsitzende Tobias Siesmayer die neue Situation. "Die  Mitarbeiter und Bewohner des Ankunftszentrums müssen innerhalb weniger  Wochen erst nach Spandau, dann nach Reinickendorf ziehen, die Anwohner  werden nur drei Wochen nach der lange geforderten  Informationsveranstaltung des Senats vor neue Tatsachen gestellt und für  Menschen auf Wohnungssuche verschiebt sich der Neubau auf dem  KaBoN-Gelände um Jahre nach hinten. Eine Erklärung, welchen Vorteil  diese Hauruck-Aktion gegenüber den vielen Nachteilen hat, bleibt die  Senatorin leider schuldig."

Der CDU-Sprecher für Integrationspolitik und Wittenauer Bezirksverordnete Björn Wohlert sagt dazu:

"Die Zahl der Geflüchteten steigt damit wieder deutlich zu Lasten der  bereits überlasteten sozialen Infrastruktur im Ortsteil Wittenau. Der  Senat verzögert abermals die Schaffung bezahlbaren Wohnraums für alle  Bevölkerungsgruppen und damit auch eine dezentrale Unterbringung der  tatsächlich bleiberechtigten Flüchtlinge. Mit dem aktuellen Vorgehen  ohne ausreichende Beteiligung und Information der Bürger verspielt der  Senat außerdem die ohnehin geringe restliche Akzeptanz in der Wittenauer  Bevölkerung. So wird die Integration von Flüchtlingen in Reinickendorf  zunehmend erschwert."
Pressekontakt:

Björn Wohlert, Pressesprecher der CDU-Fraktion Reinickendorf
E-Mail: wohlert@cdu-reinickendorf.de